Fortbildung für Fachkräfte und Hospizbegleiter

Präsenzveranstaltungen wieder bedingt möglich

 

Wir freuen uns, dass wir wieder persönlich mit Ihnen in Kontakt treten können. Die Corona-Maßnahmen werden stufenweise gelockert. Zur Zeit prüfen wir, wie die im Jahresprogramm aufgeführten hospizlichen Veranstaltungen durchgeführt werden können. An dieser Stelle werden wir Sie über die weitere Entwicklung aktuell informieren.

Unter der Telefonnummer des Hospizzentrums sind wir für Sie und ihre Anliegen erreichbar.

 

Fortbildungen für Fachkräfte und Hospizbegleiter*innen

 

Hospizliche Begleitung einerseits und palliative Versorgung andererseits dienen der Verbesserung der Lebensqualität schwerkranker Menschen und ihrer Zugehörigen. Beide Maßnahmen sind wichtig und gehören zusammen. Eine gute medizinisch- pflegerische Versorgung reicht nicht aus. Soziale und spirituelle Bedürfnisse fordern Beachtung. Wir wollen mit unseren Fortbildungsangeboten für Fachkräfte und Hospiz- begleiter*innen den ganzheitlichen Blick auf den Menschen schärfen.

 

Palliative Sedierung

Entgehen wir dem ethischen Dilemma, nur weil wir dem Kind einen anderen Namen geben?

Terminale Sedierung - Palliative Sedierung - Therapeutische Sedierung

Die nur unzureichende Kontrolle leidbringender Symptome in der Sterbephase oder im Verlauf einer Erkrankung sind es, die den Ruf nach "aktiver Sterbehilfe" lauter werden lassen, so die Pallliativmedizin(er*innen). Eine Option ist die terminale, palliative therapeutische Sedierung, die medikamentös eine tiefe Bewusstlosigkeit herbeiführt, damit der Mensch seine Leiden nicht wahrnimmt. Doch zu welchem Preis? Eine ethisch-moralische Einordnung einer zu Recht (?) umstrittenen therapeutischen Option und Ultima ratio.

 
Prof. Dr. Hans Christof Müller-Busch
Mediziner, Hochschullehrer und Autor mit den Schwerpunkten Palliativmedizin und Schmerztherapie, Berlin
 
Mittwoch, 11. Mai 2022                                  19.00 Uhr
Hospizzentrum, Im Nonnengarten 10, Ahlen
 

 

„Niemand muss essen“

Eine juristische Einordnung palliativer Therapieentscheidungen zwischen Patientenwohl und dem freien Patientenwillen.

Niemand darf in einer Situation, die er selbst als unerträglich empfindet, gegen seinen Willen am Leben erhalten werden. Das Grundgesetz garantiert auch die Freiheit, sich ungesund zu verhalten. Wir dürfen uns also selber schaden, wenn wir die Konsequenzen unseres Handelns absehen können. Es gibt keine Gesundheitsdiktatur, die uns zwingt, eine Heilbehandlung anzunehmen. Das Bundesverfassungsgericht hat im Februar 2020 die bisherige rechtliche Bewertung zum Recht am eigenen Tod in fundamentaler Weise verändert. Was wir früher über Grenzen der Begleitung am Lebensende gelernt haben, gilt nun nicht mehr. Wir müssen alle neu denken.
 
Lars Mückner
Richter am Amtsgericht Duisburg, bundesweite Dozententätigkeit, unter anderem an der Justizakademie des Landes Nordrhein-Westfalen im Bereich des Betreuungs- und Familienrechts sowie an der Deutschen Richterakademie;
Mitglied der Expertenkommission zur Änderung des Betreuungsrechts
 
Mittwoch, 16. November 2022, 19.00 Uhr
Hospizzentrum, Im Nonnengarten 10, Ahlen
 
 
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Vier Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe sind jeweils beantragt.
Diese Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Palliativmedizinischen Forum Warendorf statt.