Fortbildungen für Fachkräfte und Hospizbegleiter*innen
Sterben Frauen anders als Männer?
Ein Abend zur geschlechtersensiblen Medizin
Ein Schnupfen wird häufig ironisch eingeteilt in Schnupfen und Männerschnupfen, also nur so zum Spaß, doch liegt ja bekanntlich in jedem Spaß und Witz ein Funke Wahrheit.
Im Grunde wissen wir alle, dass der Unterschied zwischen Frauen und Männern in der genetischen und hormonellen Konstitution weiter reicht, als wir bisher gedacht haben und vielleicht auch weiter als man(n) denkt.
Frauen und Männer können an denselben Erkrankungen und Symptomen leiden, diese können sich jedoch auf verschiedene Art und Weise bei beiden Geschlechtern äußern. Auch im Sterben?
Kommissarische Direktorin Institut für Geschlechtersensible Medizin,
HOSPIZZENTRUM, Im Nonnengarten 10, Ahlen
Aus dem Neandertal auf die Palliativstation?
Ein historisches Panorama zum Sterben in sozialer Gemeinschaft
Auch in vergangenen Zeiten starb man nicht allein. Steinzeitliche Knochenfunde belegen, dass die Sorge um den Mitmenschen und die Hilfe in seiner Not keine neuzeitliche Erfindung sind.
Vielmehr sind sie zentrale Elemente einer sozialen Gemeinschaft. Im abendländischen Mittelalter gewinnt der „Schöne Tod” eine zunehmende Bedeutung - sowohl im Hinblick auf die Ausgestaltung des eigenen Sterbens, als auch im Blick auf die soziale Gemeinschaft. Erst die Nationalsozialisten pervertierten das Konzept des „Schönen Sterbens” (Euthanasie), was uns heute einen unbefangenen Umgang mit dem begleiteten Sterben erschwert.
Leitung des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité Universitätsmedizin Berlin
HOSPIZZENTRUM, Im Nonnengarten 10, Ahlen