Fortbildung für Fachkräfte und Hospizbegleiter

Fortbildungen für Fachkräfte und Hospizbegleiter*innen

Hospizliche Begleitung einerseits und palliative Versorgung andererseits dienen der Verbesserung der Lebensqualität schwerkranker Menschen und ihrer Zugehörigen. Beide Maßnahmen sind wichtig und gehören zusammen. Eine gute medizinisch-pflegerische Versorgung reicht nicht aus, auch soziale und spirituelle Bedürfnisse fordern Beachtung.
Wir wollen mit unseren Fortbildungsangeboten für Fachkräfte und Hospizbegleiter*innen den ganzheitlichen Blick auf den Menschen schärfen. Diese Veranstaltungen finden in Kooperation mit dem Palliativmedizinischen Forum Warendorf statt.

 

 

Sterben Frauen anders als Männer? 

Ein Abend zur geschlechtersensiblen Medizin 

Ein Schnupfen wird häufig ironisch eingeteilt in Schnupfen und Männerschnupfen, also nur so zum Spaß, doch liegt ja bekanntlich in jedem Spaß und Witz ein Funke Wahrheit.

Im Grunde wissen wir alle, dass der Unterschied zwischen Frauen und Männern in der genetischen und hormonellen Konstitution weiter reicht, als wir bisher gedacht haben und vielleicht auch weiter als man(n) denkt.

Frauen und Männer können an denselben Erkrankungen und Symptomen leiden, diese können sich jedoch auf verschiedene Art und Weise bei beiden Geschlechtern äußern. Auch im Sterben?

 
  Uni.-Prof. Dr. rer. nat. Anke Hinney
  Kommissarische Direktorin Institut für Geschlechtersensible Medizin,
  Prodekanin für akademische Karriereentwicklung und Diversität Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen
 
  Mittwoch, 18. März 2026, 19.00 Uhr
  HOSPIZZENTRUM, Im Nonnengarten 10, Ahlen

 

 

Aus dem Neandertal auf die Palliativstation? 

Ein historisches Panorama zum Sterben in sozialer Gemeinschaft 

Auch in vergangenen Zeiten starb man nicht allein. Steinzeitliche Knochenfunde belegen, dass die Sorge um den Mitmenschen und die Hilfe in seiner Not keine neuzeitliche Erfindung sind.

Vielmehr sind sie zentrale Elemente einer sozialen Gemeinschaft. Im abendländischen Mittelalter gewinnt der „Schöne Tod” eine zunehmende Bedeutung - sowohl im Hinblick auf die Ausgestaltung des eigenen Sterbens, als auch im Blick auf die soziale Gemeinschaft. Erst die Nationalsozialisten pervertierten das Konzept des „Schönen Sterbens” (Euthanasie), was uns heute einen unbefangenen Umgang mit dem begleiteten Sterben erschwert.

 
  Univ.-Prof. Dr. Volker Hess
  Leitung des Instituts für Geschichte der Medizin und Ethik in der Medizin, Charité Universitätsmedizin Berlin
 
  Mittwoch, 16. September 2026, 19.00 Uhr
  HOSPIZZENTRUM, Im Nonnengarten 10, Ahlen
 
 
 
 
 
Eine Anmeldung ist erforderlich.
Vier Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe sind jeweils beantragt.